fast food classic

Faust, Hamlet, Ödipus, Antigone

Wer kennt sie nicht, diese Namen? Aber wer widmet den dazugehörigen Dramen heut noch je einen ganzen Abend? Wir nicht !! Wer schon immer das wichtigste aus über 2000 Jahren abendländischer Theatergeschichte in kompakter Form erleben wollte, wer schon immer die Essenz von Schiller & Co zu eineinhalb Stunden eingedampft sehen wollte, der ist bei uns richtig. Ob für Anfänger oder Fortgeschrittene, ob als Neuland oder als Auffrischungskurs: bei uns wird das Theater als moralische Bildungsanstalt noch ernst genommen – und ist dabei spannender als Fußball.

Von und mit: Utz Pannike & Jörg Isermeyer

Klassische Schnellküche für Genießer

Man ehrt die Klassiker auch in dem man sich über sie lustig macht. Sehr lustig das Ganze muß man gesehen haben.

— Thomas Fekl, Dresdner Neuste Nachrichten

Heldenverkaspern im Schnelldurchlauf

(…) Im Schnelldurchlauf erzählen, musizieren und spielen sie sich höchst amüsant und unterhaltsam, dem schnellen Zeittrend entsprechend, in zwei Stunden durch 2000 Jahre abendländischer Theatergeschichte.

Und die Zuschauer werden von den beiden blitzschnell Rollen und Kostüme wechselnden Erzkomödianten kräftig in all die tödlichen Macht- und Liebesdramen, Streits und Zwischenfälle auf und hinter der Bühne einbezogen.

Da wird wild drauflos geflunkert, weggelassen, treffen die klassischen Dialoge gestrafft und pointiert auf die heutige Zeit. Da bleibt kaum Zeit zum Aufatmen und gegen Ende wird der Grat zum Nonsens fast überschritten.

Utz Pannike betreibt mit mal vorwitzigem, mal abgebrühtem und hintersinnigem Witz das Heldenverkaspern von Ödipus, Kreon, Hamlet, Faust, Othello bis Wilhelm Tell. Die großen, hehren Worte werden zu hohlen Floskeln und Lügen gestraft durch die aus dem echten Leben gegriffenen Figuren…
Dabei ist Jörg Isermeyer ein ebenso großartiger, wahnwitziger Mitspieler, ob als blinder Seher, Bote oder im Weiberrock und erzeugt nebenher die schrillsten Klänge.

Reichlich Beifall gab es für den schrägen Klassikexkurs.

— Lilli Vostry, Sächsiche Zeitung