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open ohr´s

liveimprovisationshörschauspiel

 

Aus Ihren Anregungen, Ideen, Geschichten, Themen entwerfen wir eine anarchisch-poetische Performance mit Live-Musik, Poetry, Improvisation, Hörspiel und Dokumentartheater.

  • Gestaltung/Mediale Präsenz: Linda Zimmermann, Marcel Herbert (beide TÜV Schule Rheinland)
  • Technische Realisation: Projekttheater Dresden
  • Produktion: Panisches NOt-Theater 2012
  • Gefördert durch:

 


 Die Geburt des Spielmanns

Collage aus Solostücken …

… des italienischen Schauspielers, Stückeschreibers und Theaterleiters Dario Fo. Spielleute waren im Mittelalter die Sprachrohre der einfachen Leute, Vermittler neuester Nachrichten, Übersetzer der in Latein verfassten Mysterien, Unruhestifter und nicht zuletzt als Bettler getarnte Kuriere, zwischen den Bauernheeren der frühbürgerlichen Revolution.

Dieser Tradition folgend erzählt der Spielmann aus biblischen Mysterien und apogryphen Evangelien wie Jesus revolutionärer Kindheit. Spöttischer Witz, ironische Verfremdung und groteske Zuspitzung schlagen Seitenhiebe auf politische und kirchliche Macht. So zeigt der Spielmann den alltäglichen Krieg, jongliert dabei mit Dialekten und Pseudosprachen und stellt nicht selten bis zu hundert verschiedene Personen gleichzeitig dar.

  • Spiel: Utz Pannike
  • Regie: Max Heller

Urfin und die Holzsoldaten

nach Alexander Wolkow

Theater mit Puppen für Kinder von 5 – 100.

Der menschenscheue Tischler Urfin entdeckt ein Zauberpulver mit welchem er Leben erschaffen kann. Wäre es möglich, mit einer Armee aus Holzsoldaten die Smaragdenstadt zu erobern und Herrscher des Wunderlandes zu werden? Und wie kann man seine Macht behaupten gegen den weisen Scheuch, den mutigen Löwen und den eisernen Holzfäller?

Ein Stück über Gewalt, Freundschaft und Fantasie mit viel Holz und Live-Musik.

Spiel: Josefine Schönbrodt und Utz Pannike

Produktion: Panisches NOt-Theater

Premiere: 26. November 2011 Projekttheater Dresden

 


Iphigenie in Aulis

Premiere am 09. 12. 2010 im Projekttheater Dresden

Euripides/Schiller

Informations- und Energiestatus in Bezug auf Euripides: Die Flotte der vereinten Achiver liegt im Vektor 10 Komma 12 Strich 406 vor Aulis konzentriert. Ihre Antriebe sind gestört.

Ein rätselhafter informeller Magnetschirm hält sie befangen. Die Affäre unter dem Code „Schöne Helena“ kann nicht abgeschlossen, die exo terrestrischen Barbaren nicht von der Allianz der vereinten Achiver bekämpft werden.

Bis auf ein unbestimmtes Rauschen bleibt alles still. Keine Energie, keine Information, folglich keine Expansion.

  • Regie: Carsten Ludwig
  • Spiel/Musik: Rike Schubert, Thomas Kressmann, Utz Pannike
  • Bühne: Martina Lebert
  • Produktion: Panisches NOt-Theater 2010

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=UZFYC4zUSMI&feature=player_detailpage[/youtube]

Gefördert durch: Kulturstiftung Sachsen und das Amt für Kultur- und Denkmalsschutz Dresden.


Grimm & Grimm

Skurriler Trip durch dunkle Kinderphantasien. Ein Zimmer, zwei Menschen, zwei Betten, ein Schrank. Aber was ist in dem Schrank? Nach fast food classic zaubern nun Jörg Isermeyer und Utz Pannike aus dem Schrank dunkle Kindheitsphantasien und skurrile Märchenfiguren hervor. Das dabei nicht alles so bleibt, wie man es kennt, ist im Fieber des Spiels unvermeidlich. So zeigen uns die Märchen ihre Wahrheiten die wie eine Fliege im Bernstein geschlossen sind…

  • Von und mit: Jörg Isermeyer & Utz Pannike

Die Toten kommen wieder!

“Ich bin gekommen, Unruhe zu stiften.
Ihr sagt: ich bin ein Spinner;
Ich sage: ich bin Thomas Münzer.
Ihr sagt: ich bin lange tot;
Ich sage: die Toten kommen wieder!”

Sakrales Schmierentheater, Figurenjonglage, Hanswurstiger Nekrolog Auf der Bühne steht einer, der behauptet Jesus zu sein. Er hat seinem Vater, der untätig im Himmel sitzt, den Rücken gekehrt und ist wieder auferstanden. Doch er macht alles falsch. Er macht jemanden lebendig, der am liebsten tot bleiben möchte, gibt einem Krüppel die Beine wieder, der sie nicht wiederhaben will. Was ist hier eigentlich los auf der Erde, Anfang 16. Jahrhundert in Deutschland. Haben die Menschen denn das Leben wirklich so satt? Er geht in sein vermeintliches Zuhause, die Kirche. Dort begegnet er seinem Ebenbild aus Holz, der die Menschen vertröstet auf ein glücklicheres Leben nach dem Tod. Sein Platz auf Erden ist vergeben und er beschließt eine neue Identität anzunehmen. Als Thomas Münzer beginnt er an der Ordnung zu rütteln und endet wieder mit dem Kreuzweg. Er wird enthauptet und sein Kopf wird aufgespießt und vor den Stadttoren von Mühlhausen zur Schau gestellt. Aber der Kopf kann noch reden: „Mich kriegt ihr nicht ausgelöscht. Die Toten kommen wieder!“ Einpersonen Improvisationstheaterstück über Thomas Münzer, das sich mit landläufig als links bezeichneten Ideen auseinandersetzt und die Wurzeln sucht, die Wurzeln jener revolutionären Träume, die wir lang schon als vergessen vermuten. Ein Stück Spaß am Widerstand.

  • Stückidee und Spiel: Utz Pannike
  • Regie: Jörg Isermeyer
  • Premiere: 28.Juli 2001 Theaterruine Dresden